Sonntag, 10. Mai 2026

Anekdote zur Senkung der Kriegsmoral

 

Zu dieser Überschrift inspiriert hat mich Heinrich Bölls wunderbare "Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral", die ich jedem zu lesen empfehle.

 

Wie man es besser nicht macht

Im nationalsozialistischen Widerstand wurden zig Tausende vor allem kommunistischer Widerstandskämpfer umgebracht. Gebracht hat diese Form des Widerstands so gut wie nichts. Mit den Widerstandskämpfern starb auch das Wissen um die in jahrzehntelangen sozialen Kämpfen erreichte politische Analyse. Sie fehlte nach dem Krieg beim Verhindern einer kapitalistischen Restauration. Die wurde in Westdeutschland von Konservativen wie Adenauer und Erhardt, Altnazis wie Globke und Gehlen und kapitalismusaffinen Sozialdemokraten wie Ollenhauer, Wehner und Brandt im Auftrag des amerikanischen Imperiums durchgezogen. Der klägliche Rest einer sozialistisch-kommunistischen Opposition wurde Mitte der 50er Jahre verboten.

 

Patrioten sind Idioten

Kämpft nicht für die, die widerstandslos mitmachen. Die können sich selber helfen, wenn sie wollen; denn sie haben die Mehrheit. Wenn sie sich umbringen lassen wollen, ist das ihre Entscheidung. Ohne sie wird es nach dem Ende des laufenden Weltkrieges vielleicht leichter, die Blockaden der Weltvernichter zu überwinden. Falls überhaupt noch etwas übrig bleibt. Woran die Mitläufer die meiste Schuld haben werden.

 

Wem Deutschland und die westliche Welt wirklich gehört, hat Werner Rügemer in vielen Veröffentlichungen beschrieben, unter anderem in dem Buch "Die Kapitalisten des 21. Jahrhunderts". Dort schreibt er auf Seite 27: "BlackRock und etwa ein Dutzend weiterer solcher Kapitalorganisationen sind die größten Insider des westlichen Kapitalismus. Sie haben enge Beziehungen zu Konzernvorständen, Regierungen, Rating-Agenturen, internationalen Finanzinstitutionen wie IWF und EZB und zu den Top-Beratern wie PricewaterhouseCoopers und Freshfields, die sowohl Konzerne wie Regierungen beraten. So können BlackRock&Co weitsichtiger als andere die längerfristigen Entwicklungen nicht nur voraussehen, sondern mitgestalten und davon profitieren."

 

Wer zu den 99% gehört, die keine Anteile an den Produktionsmitteln besitzen und/oder nicht von BlackRock&Co vertreten werden, dem gehört nichts. Sein Einfluss auf das wirtschaftliche und politische Geschehen tendiert gegen Null. Das gilt auch für das allgemeine Wahltheater.

 

Besser, man entzieht sich dem Kriegswahnsinn

Russland ist nicht unser Feind, wird von der gleichnamigen Initiative auf ihrer Webseite ausführlich und kompetent dargestellt. "Warum Russland nicht besiegt werden kann und nicht angreifen wird", argumentiere ich in diesem Blogpost.

 

Die Friedens- und Volksfeinde findet ihr im imperialistischen Kriegslager, zu dem das politische Deutschland gehört. Sie heißen Trump, Hegseth, Rubio, Pistorius, Merz, Klingbeil, Strack-Zimmermann, Kiesewetter, Roth usw. Sie und ihre Vorgänger haben den Krieg in der Ukraine durch die seit den 90er Jahren betriebenen Provokationen Russlands verursacht.

 

Gegen die Wehrpflicht zu sein ist schon mal sehr gut; denn Wehrpflicht ist Mord, wie ich in meinem gleichnamigen Blogpost schrieb.

 

Wer den Kriegsdienst verweigern will, sollte das möglichst bald tun; denn die Friedens- und Volksfeinde werden, sobald Kriegsdienstverweigerung zu einer kriegsbehindernden Massenbewegung zu werden droht, das Recht darauf einschränken oder suspendieren. Hilfe gibt es im Netz.

 

"Etwas besseres als den Tod findest du überall". Mit diesem Spruch verliesen die Bremer Stadtmusikanten ihre Heimat. Das ist auch heute eine sinnvolle Option; denn wirtschaftliche und gesellschaftspolitische Dynamik sind bereits in den Nichtwesten abgehauen. Zu finden sind sie in China, Russland, den südasiatischen "Tigerstaaten" und den anderen BRICS-Staaten. Deutschland und die EU leiden dagegen unter einer unfähigen Politikerkaste und der durch sie verursachten Deindustrialisierung. Und sie werden von den ebenfalls schwächelnden USA unterdrückt und ausgenommen wie eine Weihnachtsgans, vor allem mithilfe der Lieferung amerikanischer Rüstungsgüter.

 

Man kann besonders im eigenen Umfeld über den wirklichen Grund der Politclowns für ihre Kriegshetze aufklären: Der kapitalistische Westen steckt seit Jahrzehnten in einer Überproduktionskrise fest. Der Konsum im Westen stagniert. Die Versuche, dieser Krise durch Spekulation und durch Fluten der Finanzmärkte mit Zentralbankgeld zu entkommen, stoßen an ihre Grenzen.

 

Wie einst für Hitler sind Rüstung und Krieg der letzte Ausweg der Politclowns und ihrer kapitalistischen Strippenzieher aus dieser Misere. Die Profitkampagne "Rüstung" zielt wie schon die CoronaFakePandemie darauf ab, die noch vorhandenen öffentlichen Geldressourcen abzuschöpfen. Bezahlen werden das die heutigen und künftigen Steuerzahler mit schrumpfenden Lohn- und Sozialeinkommen und/oder mit dem "Heldentod".

 

In der Ukraine sind viele "kriegsfähige" Menschen inzwischen schlau geworden. Sie entziehen sich  durch Flucht, Desertion oder Untertauchen dem Tod an der Front. Von Freunden und zufälligen Beobachtern werden sie tatkräftig unterstützt, sobald sie Entführungsversuche durch die Schergen des faschistischen Banderaregimes mitbekommen. Viele, die den Schergen nicht entkommen und an der Front landen, laufen bei erstbester Gelegenheit zu den russischen Gewinnern dieses Krieges über.

 

Besser ist es natürlich, man lässt es erst gar nicht soweit kommen und haut vorher ab. Sollen halt Merz, Pistorius und die anderen kriegsgeilen Politclowns in den Krieg ziehen.

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